Die Motte und ihre effektive Bekämpfung


Wissenschaftlicher Name :Tineidae

Klasse der Insekten

Überordnung : Neuflügler

Gehört zu den Kleinschmetterlingsfamilien

Was sind Motten überhaupt ?


Motte ist ein Überbegriff für verschiedene Kleinschmetterlingsarten, Von ihnen gibt es auf der Welt über 2.000 unterschiedliche Arten, in Europa sind immerhin um die 280 Arten heimisch. Zu den bekanntesten europäischen Mottenarten zählen zum Beispiel die Kleidermotten oder Teppichmotten, die Küchenmotten, auch als Mehlmotte oder Lebensmittelmotte bezeichnet, die Dörrobstmotten, die Wachsmotten, die Miniermotten, die Trugmotten und die Gespinstmotten. Alle gehören zu den Schadinsekten. Sie legen Eier, aus denen Larven schlüpfen, die im Haushalt und in der Natur große Schäden verursachen.


Die Küchenmotten oder Mehlmotten (Plodia interpunctella)

Diese Mottenart mit einer Flügelspannweite von knapp 2 cm entwickelt Larven von bis 1 cm Länge, die sich bevorzugt von Getreideprodukten, wie Mehl, Reis und Müsli aber auch Zucker und Tee, Tierfutter, Nüssen und Gewürzen ernähren. Die Lebensmittelmotte legt ihre Eier in offen zugängliche Lebensmittel ab, aus denen nach ca. 2 Wochen die Larven schlüpfen. Diese verunreinigen und vernichten im Verlauf die Lebensmittel. Ist ein Haushalt erst einmal befallen, können sich die Larven sogar durch Verpackungen durchfressen. Die Küchenmotten bilden auch Gespinste oder Kokons aus klebrigen Fäden, die an den Wänden und der Decke, in Schränken oder an Regalbrettern zu finden sind und befallen Mehl-oder Reistüten und ähnliches verklumpen. Außerdem sieht man bei Befall auch Motten umherfliegen.

Diese Bücherwürmer sind winzig klein und mit bloßen Auge nur schwer zu erkennen. Etwa zwei bis vier Millimeter misst der Schädling. Man muss mit einem Lebensalter von etwa einem Jahr rechnen.


Die Kleidermotten oder Teppichmotten (Tineola bisselliella)

Sie sind viel kleiner als die Lebensmittelmotten, leben aber auch bevorzugt in menschlichen Behausungen. Dort legen die Motten ihre Eier in Bekleidung aus Wolle, Baumwolle, Seide aber auch Kunstfasern, in Vorhänge, in Teppiche und Pelze. Die sich später entwickelnden Mottenlarven fressen dann Mottenlöcher in die Fasern. Aus ihnen schlüpfen dann die Motten, die wieder Eier ablegen. Der Zyklus beginnt von vorn. Kleidermotten erkennen ist nicht ganz leicht, weil sie eben nur einige Millimeter groß sind.


Wachsmotten, Minimiermotten und Gespinstmotten


Diese Mottenarten kommen in der Natur vor. Die Minimier-und Gespinstmottenarten befallen Gehölze, Zier-und Nutzpflanzen. Ihre Larven fressen vor allem Blätter und Knospen. Viele sind auf einen ganz bestimmten Wirt spezialisiert, zum Beispiel auf Kastanienbäume, auf Eichen, Wacholder, auf Fliederbüsche, Azaleen und ähnliches. Wachsmottenlarven zerstören die in den Bienenstöcken befindlichen Waben.


Wie können Motten erfolgreich bekämpft werden?


Die erfolgreichste Waffe im Kampf gegen die Motte ist ebenfalls ein Insekt, nämlich die Schlupfwespe. Die bevorzugte Nahrung der winzigen Schlupfwespen sind Spinnen-und Motten-Eier. Sie fressen sie mit Leidenschaft und wenn die Eier vernichtet sind, entstehen auch keine Mottenlarven und neue Motten mehr. Deshalb sind Schlupfwespen gegen Kleidermotten aber auch andere Mottenarten das Mittel der ersten Wahl. Aber so einfach wie es klingt, ist die Mottenbekämpfung mit den Wespen nun auch wieder nicht. Zum einen benötigt man sehr viele von ihnen und zum anderen kommen Schlupfwespen im Haushalt gewöhnlich nicht vor. Also muss man für den speziellen Zweck der Mottenbekämpfung Schlupfwespen bestellen. Schlupfwespeneier kann man heute im Internet oder beim Fachhändler auf kleinen Kärtchen zu Tausenden kaufen. Wenn die Wespen schlüpfen, nisten sie sich sofort in den Gespinsten der Motten ein und fressen ihre Eier. Da bei der ersten Behandlung natürlich immer noch Larven und Motten vorhanden sind, muss die Prozedur mehrfach wiederholt werden, bis wirklich das letzte Ei vernichtet ist. Danach sterben auch die Schlupfwespen infolge des Nahrungsmangels. Aber außer Schlupfwespen kaufen, gibt auch noch andere Möglichkeiten der Bekämpfung von Motten. Die Mottenbekämpfung bei Kleidermotten ist etwas einfacher als die bei Lebensmittelmotten. Ein sehr wirksames Mittel gegen Kleidermotten ist die Verwendung von Duftstoffen, die die Motte nicht mag. Dazu gehören zum Beispiel Lavendel, Pfefferminze, Lorbeer, Thymian, Salbei und Zedernholz. So angenehm die auch für uns Menschen duften, Motten hassen den Geruch und ergreifen deshalb die Flucht. Kleine Stoffsäckchen mit den Kräutern gefüllt, aber auch kleine Fläschchen mit den ätherischen Ölen sind vor allem zur Vorbeugung und bei leichterem Befall gut geeignet. Man kann den Motten aber auch Fallen stellen. Dazu gibt es Leimfallen zu kaufen, die mit Hilfe eines Sexual-Lockstoffs männliche Motten anziehen. Die bleiben dann am Leim kleben und sterben schließlich.

Aber man kann ebenso gut auch selbst eine Mottenfalle bauen, um zum Beispiel die Kleidermotten loswerden zu können. Schneidet man kleine Löcher in ein verschlossenes Kästchen und gibt ein paar Wollfaserreste hinein, dann kann man sowohl Motten als auch Larven und Eier fangen. Natürlich ist es auf diese Weise nur schwer möglich, die gesamte Mottenpopulation zu vernichten, zumindest braucht man sehr viel Geduld auf diese Weise einen Mottenbefall zu beenden. Zum Kleidermotten bekämpfen hilft aber auch Kälte. Werden die Kleider, in Plastiktüten verpackt, ca. 1 Woche in der Gefriertruhe gelagert, dann sind garantiert alle Mottenlarven und Eier tot. Danach sollte der Kleiderschrank gründlich gesäubert (am besten mit Essigreiniger) und zur Vorsicht außerdem noch ein Duftsäckchen hineingelegt werden. Das dürfte den aktuellen Mottenbefall beenden. Gut geeignet um Bekleidung und Wäsche, besonders in wenig benutzten Räumen, mottensicher aufzubewahren, ist ein sogenannter Mottenschrank. Solche Schränke sind meist aus Vlies oder Kunststoff, atmungsaktiv, mittels Reißverschluss hermetisch verschließbar und waschbar. So stellen sie den sichersten Mottenschutz für Sachen dar, die lange Zeit gelagert werden sollen. Mottenbefall von Teppichen ist meist eine besondere Herausforderung, weil sie hier eine ganz besonders große und gute Brutstätte vorfinden und man manche Bekämpfungsmaßnahmen bei ihnen nicht möglich sind.

Fachleute raten, befallene Teppiche möglichst sofort zu isolieren, zum Beispiel in einem leeren Kellerraum oder auf dem Dachboden. So kann erst einmal die Weiterverbreitung der Motten verhindert werden. Danach bietet sich auch beim Teppich die Methode Schlupfwespen kaufen an. Es gibt aber auch Mottensprays, die ein Insektengift versprühen und so die Motten abtöten. Die sollten allerdings möglichst nicht verwendet werden, wenn Kinder und Haustiere im Haushaltleben.


Nachhaltig bekämpfen

Auch um die Mehlmotten bekämpfen zu können ist Sauberkeit besonders wichtig. Anders als bei der Kleidermotte, wo schlimmstenfalls ein paar Mottenlöcher zurückbleiben, können vom Mehlmotten befallene Lebensmittel nicht weiter verwendet werden. Hier hilft nur die komplette Vernichtung. Anschließend daran müssen die Schränke, Regale und alle Behältnisse, on denen sich die befallenen Lebensmittel befunden haben, gründlich gereinigt werden. Nur so kann man effektiv auch Lebensmittelmotten bekämpfen. Häufig werden Mehl-oder Lebensmittelmotten mit gekauften Lebensmitteln mit eingeschleppt. Deshalb sollten alle Verpackungen auf Schäden und Löcher kontrolliert werden. Stellt man welche fest, ist auch der Packungsinhalt auf Motteneier oder eren Sie Verpackungen auf Löcher oder Schäden. Auch der Packungsinhalt sollte auf Lebensmittelmotteneier oder -larven überprüft werden. Nur so ist man auf der sicheren Seite und kann so sicher Küchenmotten bekämpfen bzw verhindern. Wenn zwar keine Eier und Larven zu sehen sind, die Lebensmittel aber trotzdem verdächtig aussehen, sollten sie aus der Originalverpackung in Gefrierbeutel-oder -dosen umgefüllt und mindestens 1 Woche bei tiefster Temperatur in der Tiefkühltruhe aufbewahrt werden. Das tötet die Schädlinge zuverlässig. Bei der Aufbewahrung von Lebensmitteln, die von Motten bevorzugt heimgesucht werden, sollten für die Lagerung grundsätzlich fest verschließbare Behältnisse gewählt werden.




Fazit: Motten bekämpfen:


Relativ schnell wird klar, das früher oder später fast jeder Haushalt mit Motten zu tun hat und sich mit der Beseitigung beschäftigen muss. Es ist in jedem fall Ratsamm, schnell mit den effiktiven gegenmassnahmen zu beginnen.

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